Monatsarchiv: Februar 2010

Fruehlingsausfahrt

Inzwischen steht es ja wohl fest: Der Fruehling kommt!!1!

Nachdem die letzten Tage bereits von Sonnenschein und waermeren Temperaturen bestimmt waren und der Wetterbericht, je naeher das Wochenende kam, klaren Himmel und Fruehlingswetter vorhergesagt hat, habe ich mich heute auf den Bock geschwungen und eine entspannte Runde durch den Schwarzwald gedreht. Ausserdem war es der letzte Februartag, was heisst das ab Montag die Saisonfahrer wieder unterwegs sein werden – also die letzte Gelegenheit, nochmal leere Strassen zu erleben ;).

Ich bin gegen 11 Uhr von zuhause los, wie immer erstmal in Richtung Bad Herrenalb und nach Loffenau rueber. Ich war doch etwas ueberrascht, wie angenehm warm es inzwischen in der Sonne ist. In schattigen Waldabschnitten wars dafuer umso frischer, aber auch da wars auszuhalten. Auf jeden Fall waren die Strassen schoen frei und trocken, abgesehen von den Sturzbaechen von Schmelzwasser, die halt im Schwarzwald immer mal wieder von den Felswaenden auf die Strassen fallen.

In Loffenau gings dann Richtung Gernsbach, auf die Murgtalstrasse und Richtung Sand am Stausee vorbei auf die Schwarzwaldhochstrasse. Und die war mal richtig fies. Teilweise wie gehabt trockene und freie Strassen, die sich mit Schneewehen, bzw den matschigen teilweise ueber 30 Zentimeter hohen Ueberresten selbiger, abgewechselt haben. Was dann doch etwas schwierig zu fahren war, was man auch daran sah, dass alle Moppedfahrer mit ungefaehr Mofageschwindigkeit durchgerollt sind. Auf dem Parkplatz auf der Hornisgrinde hab ich erstmal die Aussicht genossen und mich mit ein paar anderen Motorradfahrern unterhalten, die so wie ich auf ne spontane Schneeschmelze gehofft haben. Die kam aber nicht, also mussten wir doch wieder durch den Schnee runterfahren. Hilft ja nix.

In Freudenstadt gings dann wieder auf die Murgtalstrasse, zurueck nach Gernsbach und nach Karlsruhe. Waehrend der ganzen Fahrt hab ich immer wieder mal interessant aussehende Abzweigungen genommen und bin auf interessanten kleinen Nebenstrassen rausgekommen. Also wirklich nur so 3 meter breite, in den Fels gehauene Kopfsteinpflastertrassen, mit Felsbrocken als Wegbegrenzung. Ist halt was zum entspannten Motorradwandern.

Ich habe so knapp 220 km in fast 6 Stunden runtergerissen heute (wobei bestimmt knapp eineinhalb Stunden fuer die 20 km Schwarzwaldhochstrasse draufgingen, inklusive Pause natuerlich). Nicht wenige Motorradfahrer getroffen dabei und halt gemuetlich gecruist. Das war aber generell angesagt heute – die Jungs mit denen ich mich unterhalten hab, meinten dass sie bis dato im Schnitt so 70-100 Km/H gefahren sind. Was zum einen echt gemuetlich ist zum fahren und zum anderen fuer ein ganz neues Fahrgefuehl auf der Schwarzwaldhochstrasse sorgt, wenn einem nicht dauernd knieschraddelnde Supersportler jenseits der 200 um die Ohren fliegen ;). Wobei ich zugeben muss, dass unter den geschaetzt 20-30 Motorraedern, die mir heute begegnet sind, doch bereits 2 Supersportler unterwegs waren, die es recht sportlich haben angehen lassen. Nunja…

Falls es jemand interessiert: Ich hab den GPS-Logger mitlaufen lassen und lade das .kml demnaechst hoch.


Wochenend‘ und Sonnenschein!

Nach dem Aufstehen wurde ich heute mit freundlichem Sonnenschein und blauem Himmel begruesst. Was macht man bei so einem Wetter am besten? Klar, moppedfahren :).

Das Wetter war verhaeltnissmaessig warm, die Strassen groesstenteils trocken, der Himmel bis auf die eine oder andere Wolke blau. Ok, manche Ecken waren nass vom Schmelzwasser, das von den angrenzenden Huegeln runterlief (Schwarzwald halt), aber im Winter faehrt man ja eh sehr gemuetlich, von daher kein Problem. Auf jeden Fall war es eine sehr angenehme kleine Runde von Karlsruhe, nach Bad Herrenalb, Loffenau und retour. Und ausser mir waren sogar noch einige andere Winterfahrer unterwegs. Sehr schoen :)


Es wird doch nicht etwa…

…Fruehling? Sonnenschein und trockene Strassen, da war ich heute gleich mal wieder ein wenig Unterwegs, bevor es ins Buero ging:

Von mir aus kanns jetzt so bleiben :)


Ruestige Rambo-Rentner

Heute frueh dank Handwerkerbesuch etwas spaet daheim rausgekommen, also schnell mit dem Mopped ins Buero fahren. Ich sitz also vor dem Haus auf dem Motorrad und lass den Motor etwas warmlaufen (weil Choke, ohne wenigstens eine Minute warmlaufen lassen, kann ich gar nicht mal anfahren), waehrend ich mir den Helm aufsetze und die Handschuhe anziehe. Ich steh vor der Hauseinfahrt am angesenkten Bordstein, steh noch halb auf dem Gehweg (weil, zum einen ist der mehr als breit genug, zum anderen: Soll ich den Motor auf der Strasse warmlaufen lassen und da den Verkehr blockieren?), als bereits ein Radfahr-Rentner mit Hut wild meckernd auf mich zukommt. Neben mir haelt er an, taetscht mir an den Spiegel, so dass der sich erstmal verstellt und patzt mich an: „EY, DES ISCH A GEHWEG DOOO!“.

Sein Glueck, dass er direkt danach weitergefahren ist. Ich haette ihn gern auf die Strassenbahnschienen geschubst.


Schraubereien

Auch wenn der Winter bislang immer noch keine Anstalten macht, dem Sommer zuliebe das Feld zu raeumen: Man muss vorbereitet sein, wenn es doch mal soweit ist! Darum, und weil der letzte Kundendienst bei Bonnie halt auch schon wieder ein Jahr her ist, habe ich das Wochenende in der Werkstatt verbracht und ein wenig herumgeschraubt. Oel und Filterwechsel, Bremsbelaege, Luftfilter und Zuendkerzen standen auf dem Programm.

Letztere waren echt dringend noetig: Seit 2 Wochen lief die Kawa mit Chocke eher bescheiden. Das ging dann soweit, dass sogar teilweise 2 Zylinder den Betrieb eingestellt hatten. An vernuenftig fahren war so natuerlich nicht mehr zu denken und gut fuer den Motor ist das natuerlich auch nicht. Und hier muss ich ja gestehen, dass ich von meiner Vergangenheit als Automechaniker vorbelastet bin: Von der Existenz von 18er Zuendkerzenschluesseln hab ich bis dato noch nie etwas gehoert gehabt. So stand ich dann auch ziemlich bloed wie der Ochs vorm Berg, als ich Bonnie halb zerlegt gehabt hatte und keiner meiner Zuendkerzenschluessel passt. Also nochmal raus aus der Werkstatt, zur Strassenbahn tappen, zu Louis fahren, Zuendkerzenschluessel kaufen, wieder zurueck fahren und weiterschrauben. Aergerlich sowas, vor allem wenn man direkt vorher bei Louis war, um eben diese Zuendkerzen zu kaufen. Ich glaub, diese Situationen kennt jeder Schrauber ;).

Bonnie halb gestrippt. Verkleidung, Sitzbank, Tank, alles muss runter.

Fertig. Der einzige Vorteil von Autos gegenueber dem Motorrad: Motorhaube auf, Motor da! Man muss nicht das halbe Auto zerlegen, um Zuendkerzen zu wechseln ;)

Auch etwas gewoehnungsbeduerftig ist die Tatsache, dass der Oelfilter genau ueber dem Hauptstaender ist und man wohl nur mit Hebebuehne und Lift vernuenftig und Sauerei-frei den Filter wechseln kann. Jedenfalls siffts so ueber den Hauptstaender.

Anyway, jedenfalls ist nun alles erledigt, Bonnie hat frisches Oel und frische Zuendkerzen und schnurrt wie neu & neue Bremsen und beisst wieder frisch zu. Vorhin grad nochmal (trotz Schmuddelwetter) ne halbe Stunde ums Eck getigert: Sehr schoen!

Jetzt muss nur der Fruehling kommen :)